Aktivitäten

Vulkan Parinacota - Bergsteigen Nordchile

Vulkan Parinacota (6350 m)

Dauer:
2 Tage
Anspruch:
Sehr schwer
Region:
Chile / Putre
Ausgangspunkt:
La Chakana
Download:
GPS-Daten

Anreise

Südroute:
Von Putre aus geht es auf Asfalt zum Ranger-Posten im Nationalpark Lauca am Lago Chungará (69 km). Hier den Parkwächter nach dem Weg zum Fuß des Parinacota fragen. Dabei geht es zunächst 1,5 km auf der Asfaltstraße retour bis zum Pumpenhäuschen am See. Hier zweigt rechts eine Piste ab, die sich 9 km lang mit verwirrend vielen Abzweigungen dem Vulkan nähert. In der Hochsaison folgt man am einfachsten der Piste mit den meisten Autospuren. Selbst den Startpunkt des Aufstieges konnten wir leicht an einem ausgetretenen Pfad erkennen.

Nordroute:
In Putre befinden sich verschiedene Veranstalter welche den Transport nach Caquena und weiter hoch zum Basislager der Nordroute organisieren. Man kann aber auch mit der Unterstützung des Militärs, Bergregiment Huamachuco, hoch zum Basislager kommen, allerdings sollte dies schon lange im vorraus organisiert werden. Um nach Caquena zu gelangen, fährt man ab Putre die internationale Passstraße bis zum Ort Parinacota. Von hier aus fährt man noch ca. für eine weitere Stunde auf der Piste bis zum Ort Cauquena, der auf 4401 Meter liegt. Es ist empfehelenswert hier einige Tage zu verweilen um seinem Körper Zeit zu geben sich zu aklimatisieren. 500 Meter vor der Ortseinfahrt zu Cauquena zweigt eine Allradpiste ab, vorbei an Bofedales (Feuchtwiesen) geht es Richtung Vulkan. Nachdem man einen sandigen Abschnitt durchfahren hat gelangt man an eine Kreuzung, hier links abbiegen. Das Basislager befindet sich hinter der vor uns liegenden Anhöhe auf 4823 m.

Beschreibung

Südroute:
Von hier aus - auf 4600 m Höhe - ist es ein sehr langer Aufstieg bis zum Gipfel. Es bietet sich an, am ersten Tag noch 2-3 Stunden zu gehen. Knapp unterhalb der Schneegrenze finden sich jedoch nur wenige ebene Flächen zum Campen. Je nach Schneelage muss Wasser für die gesamte Tour mit genommen werden (5 Liter pro Person und Tag). Der Weg ist in der Saison stark ausgetreten und mit Steinmännchen markiert. Er führt zunächst weit östlich zu einem lang gezogenen Rücken. Am oberen Ende des Rückens, auf 5100 m, findet sich die letzte Stelle zum Campen. Am nächsten Tag erfolgt der weitere Aufstieg mit Steigeisen und Pickel auf logischer Route. Man benötigt dafür inklusive Abstieg bis zum gestrigen Startpunkt bis zu 12 Stunden.

Nordroute:
Aufstieg Basislager - Höhenlager "Huisquitistay" (591 m 3 - 4 Std. mit schwerem Gepäck). Ein sandiger Pfad führt auf dem felsigen Hang hoch zu einer großen Ebene. Von dort aus sieht man links einen Geröllhang und rechts einen kleinen Graben. Durchquere diesen und laufe weiter bis auf 5272 Meter. Oben angelangt geht es weiter bis zu kleinen Ebene "Huisquitistay" auf 5414 Meter, hier wird das Höhenlager aufgeschlagen. Es ist ratsam hier etwa einen Akklimatisierungstag einzulegen und den Aufstieg zu erkunden. Falls der Aufstieg zu einer Jahreszeit stattfindet in der oben kein Schnee mehr liegt, sollte man alles Trinkwasser hochtragen. Sollte ein wenig Schmelzwasser fließen, entnehme dies so nahe wie möglich vom Schneefeld. Durch der vulkanischen Herkunft des Gesteins kommt es angeblich öfters zu Magenproblemen. Campo Alto Huisquitistay - Cumbre - Campo Alto, (941 m 6 - 9 Std. und 3 - 4 Std.)

Wichtige Hinweise

Der Gipfeltag ist hauptsächlich von den Schneebedingungen abhängig. Büsserschnee ragt ohne weiteres auch über einen Meter hinaus, diesen Büsserschnee zu durchqueren ist nicht nur ziemlich anstrengend, sondern auch sehr zeitaufwendig. Es ist ratsam den Gipfel früh morgens zu erklimmen, zuerst ersteigt man den Vorgipfel, von hier aus ist schon unser eigentliches Ziel zu sehen. Beim Hochstieg sollte man sichetwas weiter links halten, da sich rechts mehrere Spalten befinden. Beim Aufstieg sind Eispickel und Steigeisen notwendig.

Im Hintergrund erhebt sich der Vulkan Parinacota, einer der schönsten Berge von Chile Wie aus dem Bilderbuch erhebt sich der Parinacota Vulkan vor Chungara See Endlich am Ziel - Bergsteigen in Nordchile